Wandern auf der Flattnitz
Suchen Sie eine Unterkunft um Morgen weiter zu wandern oder ein Gasthaus für eine schöne Rast, hier finden Sie beides!
Wanderwege in Flattnitz
Zertifizierter Kneipp Wanderweg
- Kneippstationen
- Storchenschritt
- Anschlagtafel
- Barfuss
- Rundweg
- Barfuss Mario
Die Kneipp-Ideologie wurde begründet von Pfarrer Sebastian Kneipp (17.05.1821 – 17.06.1897)
Geboren als armer Webersohn im bayrischen Schwaben erkrankte er im Laufe seines Lebens schwer an TBC. Durch Wasseranwendungen konnte er sich selbst heilen. Später hat er mit seinen Kenntnissen anderen Kranken zur Heilung verholfen. Die Methode wurde zu einer eigenen Lebensphilosophie, welche auf fünf Säulen aufbaut:
- Wasserheilverfahren (Hydrotherapie)
- Ernährung (Diätetik)
- Pflanzenheilkunde (Phytotherapie)
- Bewegung (Kinesiotherapie)
- Lebensordnung (Angewandte Psychosomatik)
Im Verlauf des Kneipp-Wanderweges werden Sie allen fünf Säulen begegnen und dazu eingeladen, spezielle Übungen zu absolvieren. Genießen Sie die Wanderung und geben Sie Ihrem Kopf die Möglichkeit der Entschleunigung.
Der Wanderweg führt entlang der Kalkbrandstraße über die Glanacken Alm, vorbei bei der Saghütte, dann weiter über die Schaffer Alm zur Müllnerhütte und weiter zur Pfandelhütte. Von da geht es zurück zum Ausgangspunkt.
Der Kneipp-Wanderweg wurde im Jahr 1989 von Mitgliedern des Kneipp Aktiv Clubs St. Veit errichtet und am 09. Juli 1989 feierlich eröffnet. Im Jahr 2020 wurde der Weg nun komplett saniert und alle Kneippstationen erneuert. Seit 08.08.2020 wird der Weg offiziell als zertifizierter Kneipp-Wanderweg geführt.
Wegzeit gesamt: ca. 3-4 Stunden (mit Kindern)
Wegstrecke gesamt: ca. 10 km
Flattnitz-Eisenhut-Wintertalernock
Von der Flattnitz können Sie mit dem Sessellift auf den Hirnkopf hinauf fahren.Sollte der Lift nicht in Betrieb sein, führt der Weg über die Spitzeralm zum Hirnloch bzw. zur Haidner Höhe.Vom Hirnkopf wandert man über das Hirnloch zur Haidner Höhe. Dort geht es rechts, stets den Weidezaun entlang, mit grandiosen Ausblicken über die Kaltebenköpfe hinweg. Kurz vor der Lattersteigschutzhütte trifft der Steig auf den breit ausgetretenen Weg, der vom weißen Kreuz zum Lattersteig führt. Nun wandert man auf der breiten, in den Fels gehauenen Promenade um den Lattersteig herum. Beim Falter geht es rechts hinab zum Spielriegelsattel und an ihm vorüber zum Rapitzsattel mit der Abzweigung zur Rapitzhütte. Der Pfad führt von hier aus hinauf, zum Eisenhut.
Nun geht es zurück am Grat entlang zum Strassburger Spitz und dann weiter zum Winterthalernock. Von dort steigt man, die Schneid entlang, zur Steringerhütte hinab. Die Schotterstraße führt von dort zur Fürstenhütte. Nun geht es über den Kalkbrand zurück zur Flattnitz.
Flattnitz - Haidner Höhe - Zelinsee
Von der Flattnitz kann man mit dem Sessellift auf den Hirnkopf hinauf fahren. Sollte der Lift nicht in Betrieb sein, führt der Weg über die Spitzeralm zum Hirnloch bzw. zur Haidner Höhe. Vom Hirnkopf wandert man über das Hirnloch zur Haidner Höhe. Dort geht es rechts, stets den Weidezaun entlang, mit grandiosen Ausblicken. Nach dem ersten Kaltebenkopf (2140m) kommt man zu einem Zaun, den man nach rechts entlang geht. Von hier hat man einen schönen Blick auf den Zelinsee. Am Ende des Zauns sucht man sich einen Weg steil hinunter zum schön gelegenen Zelinsee. Von dort geht es zur Zelinhütte. Nun folgt man der Straße. An der Straßenteilung rechts im Bogen zurück zu den Guttenbrunnerhütten. Von dort nimmt man die Straße bis zum Kalkbrand und wandert zurück zur Flattnitz.
Zum Flattnitzer See
Der Flattnitzer See liegt südlich vom Alpenhotel Ladinig. Der Spaziergang beginnt an der Flattnitzer Kirche und führt am dahinter gelegenem Hubertushaus vorbei. Wenige Schritte hinter dem Gatter zweigt links ein Fußweg ab, dem Sie für 5 Minuten folgen müssen. Dann gelangen sie auf eine Forststraße. Nach wenigen Minuten erblickt man rechts den Flattnitzer See . Auf Trittspuren steigt man zu ihm hinab, wandert um ihn herum und erreicht wieder den Weg zur Flattnitz, dem Sie wieder zurück zum Alpenhotel Ladinig folgen.
Flattnitz - Haidnerhöhe - Hirnkopf
Ihre Wanderung beginnt auf der Flattnitz und führt zur Seppelealm. Von hier aus wandern Sie weiter zur Guttenbrunnerhütte. Von der Hütte führt der Wanderweg direkt auf den Hirnkopf. Auf dem Hirnkopf angelangt eröffnet sich ein wunderbarer Blick ins Tal. Die Wanderung führt über die Familienabfahrt zurück ins Tal.
Um die Flattnitz herum
Die Tour um die teilweise moorigen Wiesen beginnt beim Alpengasthof Ladinig, sie können ganz bequem umwandert werden. Der Rundgang führt zunächst am Hubertushaus vorbei, hinunter in die Senke der Flattnitz. Anschließend wandert man an der schindelgedeckten, nach einem früheren Besitzer benannten Spitzeralm vorüber, passiert ein aufgelassenes, kleines Wasserwerk und erreicht dann den Sessellift auf den Hirnkopf. Von dort ab ist der Weg asphaltiert. Er führt zum Flattnitzbach und dann rechts weg hinauf zur Flattnitzer Straße. In wenigen Minuten erreicht man wieder das Alpenhotel Ladinig.
Flattnitz - Micheleben - Dieslingsee
Vom Schilift-Parkplatz Flattnitz geht es auf einer Forststraße Richtung Fürstenhütte. Danach geht es in Richtung Wintertalernock. Bei einer Weggabelung biegt man rechts ab in Richtung Dieslingsee und Eisenhut, dem Weg folgend vorbei an der Deckerthütte und Michelebenalm bis auf einen kleinen Sattel südlich des kleinen Gipfel "Leckenschober". Sie folgen einfach dem Weg bis zum See
Neun Hütten Runde
Die Neun Hütten Runde ist eine mittel-schwere Bergwanderung und führt an teilweise bewirtschafteten Hütten vorbei. Die ersten drei Hütten erreichen Sie bereits nach kurzer Zeit. Weiter führt der Wanderweg auf die Michelebenalm, wo Sie die Schönheit der Nockberge bewundern können. Der bereits in der Steiermark liegende beschauliche Dieslingsee und der respekteinflößende Anblick in Richtung Westen, demEisenhut, sind wohl die Höhepunkte dieser Rundwanderung. Der etwas anstrengende Bergaufsteig zum höchsten Punkt der Nockbergewanderung wird belohnt von einer umwerfenden 360-Grad-Sicht, speziell zum Wintertaler Nock, der Lattersteig-, Brett- u. Kaser Höhe, zum Gr. Königstuhl und Kilnprein. Der Weg nach unten führt nun über den Rapitzsattel, dem Salzsteigweg, entlang des Rapitzbaches, vorbei an weiteren 4 Hütten u. endet nach 18 km.
Weit- Rundwanderweg: Hochrindl - Lattersteig Höhe - Bretthöhe-Speikkofel - Hochrindl
Vom großen Parkplatz Hochrindl geht es auf einer Schotterstraße Richtung Weißes Kreuz. Kurz nach der im Sommer bewirtschafteten Hois Hütte beim Weißen Kreuz geht es bei einer Weggabelung links weiter in Richtung Lattersteig Höhe. Hier geht es auf einem Steig etwas steiler weiter bis zu einem Berggrat folgend bis zur Lattersteig Höhe. Jetzt geht es auf felsigem Grat weiter Richtung Westen zur Bretthöhe. Vom Grat aus Richtung Süden ins Tal blickend sieht man den Gurkursprung mit den beiden Seen. Mit der "Bretthöhe" erreichen Sie den höchsten Punkt ihrer Tour. Weiter geht es in Richtung Süden. Zuerst bergab, danach den Bergrücken entlang vorbei am "Torer" zum Gipfel des Großen Speikkofel, dem letzten Gipfel Ihrer Tour. Sie gehen weiter in Richtung St. Lorenzen bis zu einer Weggabelung. Hier biegen Sie links Richtung Hochrindl ab. Vorbei an der Neuwirtalm und an der Maieralm geht es hinunter zur Messaneggeralm und zur Gurk. Weiter folgen wir der Schotterstraße wieder bergauf Richtung Hochrindl bis zum Ausgangspunkt.
Geschichte die erwandert werden will
Kalkbrandofen
Da bis in die 1960er 1970er Jahre Kalk in den bäuerlichen Feldöfen gebrannt wurde, ist die traditionelle Form der Arbeit am Kalkofen durch Erzählungen von Kalkbrennern bekannt.
Im Brennraum des Feldofens wurde aus eigens zugespaltenen Steinen ein Gewölbe gemauert, das beim Brennen mit dem Feuerholz verbrannte. Bei der Wölbung war zu beachten, dass die Steine das Durchziehen des Rauches erlaubten. War die Wölbung fertig, konnte der Schacht von oben mit den zu brennenden Kalksteinen gefüllt werden, wobei die Steine in der Mitte größer sein sollten als die am Rande. Außerdem wurden an der Innenwand dünne Baumstämme aus Fichte, sogenannte Pfeifen, gesetzt, die - nachdem sie verbrannt waren - den nötigen Zug für einen gelungenen Brand sicherten.
Am Beginn des Brennens unterstützte der Kalkbrenner die Luftzufuhr, um das erste Feuer klein zu halten. Dies sollte die Austrocknung der Steinsäule bewirken. Erst wenn die unteren Steine in heller Glut standen, durfte das Feuer die volle Kraft erreichen. Nach einem Tag stand der Ofen in der Regel in voller Glut, die Luftzufuhr wurde vermindert, reichliches Nachlegen und Nachschüren waren nun nötig.
Das Brennen des Kalkes dauerte gemäß Überlieferung drei Tage und vier Nächte, es wird aber auch von 28-30 bzw 45 Stunden gesprochen. Die Dauer war abhängig von der Größe und Art der Steine und von der Qualität des Holzes.
Amtshaus - alte Mautstation
Über die Flattnitz führte durch Jahrhunderte der wichtigste Weg von Kärnten nach Salzburg. Im Glödnitztal, das damit für das mittelalterliche Kärnten eine sehr wichtige Gegend war, entstanden einige Bauten, die typisch für einen alten Hauptverkehrsweg waren: ein Hospiz (Herberge mit Kirche) auf der Flattnitz, die Burg Waldeck (bei vlg. Hardegger) und der befestigte Edelmannssitz Görtschachhof. Auch der Amthof in Glödnitz und das Amtshaus in Flattnitz (eine Mautstation) entstanden an dieser Linie.
Das Amtshaus
Das teils mit Bruchsteinen, teils als Blockbau errichtete ehemalige Amtshaus auf der Flattnitz besitzt ein mit Holzschindeln gedecktes Walmdach und einen straßenseitigen Eingang mit Außentreppe sowie einen kleinen Holzbalkon im Obergeschoß.
Das wahrscheinlich im 16. Jh. errichtete Gebäude wurde bereits im August 1966 unter Denkmalschutz gestellt. In der Begründung des Bescheides heißt es u. a. "Das Amtshaus zählt zu den ältesten Amtshäusern in Österreich und ist wahrscheinlich das älteste Kärntens. Außer dieser Einmaligkeit ist das Amtshaus ein charakteristisches Wahrzeichen der Gegend."
Es wurde über die Jahrhunderte als Verwaltungssitz für die bischöflichen Besitzungen, Unterkunft für Gäste des Gurker Stiftes und für den Mesner der Johanneskirche und schließlich auch als Maut- und Amtshaus genutzt.
Nach der Unterschutzstellung des Gebäudes 1966 konnte mit Hilfe eines finanziellen Beitrages des Bundesdenkmalamtes 1968 eine Dachrenovierung durchgeführt und das Gebäude so vor dem Verfall und Abbruch gerettet werden.
Legende, Geschichte, Sage
In einer Schenkungsurkunde Kaiser Arnulfs an den Edlen Zwentibold wird das Gebiet um die Flattnitz erstmals um 898 erwähnt. Von großer wirtschaftlicher Bedeutung waren die Silber-, Eisen- und Bleivorkommen. Die Flattnitz diente den Gurker Bischöfen als Sommerresidenz. 1478 fielen die Türken ein und machten die Flattnitz zur "Blutigen Alm".
Infolge wiederholter Meldungen über rege Schmugglertätigkeit in dem Gebiet erfolgte 1663 der Vorschlag für die Bestellung eines Hütamtes auf der Flattnitz. In einem Schreiben der Landstände 1671 an den Gurker Dompropst wird dieser darum gebeten, sein Gast- bzw. Mesnerhaus, das auch als Verwaltungssitz für die bischöflichen Besitzungen auf der Flattnitz diente, für eine auf der Flattnitz geplante Zollstation zur Verfügung zu stellen. 1672 wird das Mesnerhaus auf der Flattnitz als Mauthaus vorgeschlagen. 1679 erfolgt die Errichtung eines Schrankens beim Maut- und Amtshaus.
1733 abgebrannt, wurde das Amtshaus erst 1775 neu aufgebaut. Das Amtshaus ist identisch mit der Bauparzelle 282 der Katastralgemeinde Glödnitz, des Franziskanischen Katasters von 1828 und ist mit dem Domstift Gurkischen Jägerhaus auf der Flattnitz gleichzusetzen, das auch schon im Josefinischen Kataster von 1788 eingetragen ist. In den nachfolgenden Jahren wechselten die Pächter und auch die Eigentümer des Amtshauses. Schließlich erwarb Hubert Ladinig aus der Liegenschaft der "Herrschaft Straßburg" am 11.6.1917 das Amtshaus, welches sich heute im Eigentum der Familie Fleischhacker befindet.
Johannes Kirche Flattnitz
Von der romanischen Kapelle aus der zweiten Hälfte des 12. Jahrhunderts sind nur einige Reste im heutigen Mauerwerk erhalten.
Der frühgotische Rundbau wurde um 1330 mit einem Hauptchor, zwei polygonalen Nebenapsiden und einem wehrhaften Sakristeiturm errichtet.
Der relativ niedrige, wuchtige Turm mit Pyramidenhelm ist bestimmend für die Außenansicht.
Zusammen mit dem ehemaligen Hospizanbau im Westen bildet die Kirche eine malerische Baugruppe.
Das Hospiz diente Pilgern und Handelsreisenden als Unterkunft.
Das ganze Bauensemble ist mit grauen Steinplatten eingedeckt. Das Hauptportal befindet sich an der Nordseite der Kirche.
Aus einer Beschreibung der Filialkirche von 1521, verfasst von Pfarrer Christof Ernst aus Glödnitz geht hervor, dass der Flattnitzer Kirche zu dieser Zeit viele Ablässe gewährt waren.
Sie besaß eine Anzahl "unheilabwehrende" Reliquien, wie zB Milch von der Jungfrau Maria, Blut des hl. Stephanus und Gold der hl. Drei Könige.
Die Wallfahrten erfreuten sich reger Beteiligung, da in der Bevölkerung der Glaube herrschte, die Türken kämen zurück, wenn man nicht mehr zur Flattnitz pilgere.
Viele der Reliquien wurden in den Dom von Gurk überstellt.
Römerweg
Menschen siedelten im Glödnitzer Gebiet wohl schon mehrere tausend Jahre vor Christi Geburt. Allerdings gibt es hier keine ausgewerteten Funde aus dieser frühen Zeit. In der Römerzeit, die in Kärnten von 15 v. Chr. bis knapp vor 600 dauerte, führte durch das Glödnitzer Gebiet ein wichtiger Verkehrsweg aus dem Kärntner Zentralraum nach Salzburg. Eine römische Poststraße, von der großen Stadt Virunum (auf dem Zollfeld), ging durch das Gurktal über die Flattnitz nach Norden. Römische Poststationen gab es in Beliandrum (wahrscheinlich Altenmarkt) und Tarnasici (Flattnitz).
Wandern in Glödnitz
Wanderwege in Glödnitz
Waldwanderweg
Den Ausgangspunkt bildet die Kirche in Glödnitz. Vom Rundkarner im Südosten der Wehrmauer aus führt der Wanderweg vorbei am Naturbad Glödnitz und den Tennisplätzen. Man passiert den Amthof mit den gegenüberliegenden Fischteichen und kommt auf einen idyllischen Weg in den Wald hinein. Leicht ansteigend führt er zu schönen Aussichtsplätzen auf Glödnitz und die umliegende Bergwelt. Man kommt am Naturschutzgebiet Türkenmoos mit seltenen Hochmoorpflanzen vorbei. Der Rückweg erfolgt über einen Teil des Kräuterwanderweges.
Hanserkirchlein - St. Johann
Vom Parkplatz vor dem Kräutergarten in Glödnitz geht man der Straße entlang Richtung Altenmarkt. Zwischen Meierhofer und Teichentaler (beide links der Straße) biegt man nach rechts ab und gelangt auf einen Waldweg, der ansteigend auf eine Wiese führt. Von hier aus geht es über die Wiese durch das Gehöft Tuppinger und weiter dem Weg entlang bis zum Hanserkirchlein (St. Johann).
Von der Kirche führt der Weg abwärts durch das Gehöft Meßner und schließlich vorbei an Kremegger bis nach Altenmarkt. Direkt am Marterl biegt man nach links ab und nimmt die Straße nach Lassenberg. Die asphaltierte Straße geht bald in eine unasphaltierte Schotterstraße über und verläuft ständig aufwärts. Ober dem Aichhof biegt man dann nach rechts in einen Waldweg ab. Man folgt dem markierten Weg, bis man wieder zu dem Fahrweg gelangt, der zu den Höfen Wernig und Brustbauer führt. Wir zweigen davor rechts in einen Hohlweg ein und gelangen über einen schönen Waldweg zu dem gemütlichen Rastplatz in Lassenberg.
Rundweg Faillacher Kreuz
Der Weg verläuft von Lassenberg leicht abfallend mit sehr schöner Aussicht bis zur Abzweigung zur Pension Reiterer. Von dort verläuft der Weg steil aufwärts vorbei an der Pension und weiter über einen wunderschönen Weg über die Wiese. Zwei Sitzbänke mit schöner Aussicht auf Glödnitz und die Umgebung warten auf Sie.
Dann geht es weiter hinauf in den Wald. Belohnt wird man für die Anstrengung mit dem schönen, idyllischen Sitzplatz beim Faillacherkreuz. Dann geht es wieder bergab bis nach Lassenberg.
Geschichte die erwandert werden will...
Deuter Kreuz
Der Pfeilerbildstock am Hof vulgo Deutzer geht vermutlich auf die Mitte des 17. Jhs. zurück. Für das Jahr 1927 ist eine Renovierung dokumentiert. Über viele Jahrzehnte hinweg waren die Bildstocknischen dann - aus noch ungeklärtem Grund - zugemauert und wurden erst im Zuge geplanter Renovierungsarbeiten freigelegt. Dabei kam eine barocke Schablonen-Malerei am Bildstock zu Tage. In den drei Nischen befanden sich Darstellungen in Seccotechnik aus der Mitte des 19. Jhs., Muttergottes mit Kind, den hl. Florian und die hl. Dreifaltigkeit darstellend.
Die Sanierung des Bildstockes erfolgte im Herbst 2017 durch Werner Campidell aus Feistritz/Drau, der die Heiligendarstellungen in den Nischen reinigte und restaurierte. Die darunter liegenden barocken Malereien wurden nicht freigelegt und sind deshalb im jetzigen Zustand konserviert und erhalten. Die Schablonenmalerei wurde, wo sie erhalten war, vorsichtig freigelegt und die Schablonen rekonstruiert und neu geschnitten. Danach wurde nach Befund die Schablonenmalerei rekonstruiert und die freigelegten Originalschablonen-Malerei retuschiert und ausgebessert. Auf der Südseite des Bildstockes gab es ursprünglich keine Nische und daher auch keine Malerei. Hier dürfte sich vormals ein Holztafelbild befunden haben. Im Zuge der Restaurierung erhielt diese Seite nun eine in Farbe und Maltechnik den anderen Heiligenbildern nachempfundene Darstellung der hl. Hemma.
Den oberen Abschluss des Bildstockes bildet ein Pyramidendach mit einem Kugelknauf und einem eingestrichenen Kreuz.
Legende, Geschichte, Sage
Der Hof vulgo Deutzer befindet sich seit 1908 im Familienbesitz und wurde damals von Raimund Leitgeb, dem Großvater von Siegfried Leitgam erworben. Der Familienname Leitgeb wurde versehentlich auf Leitgam umgeschrieben und man ist dann dabei geblieben.
Der Bildstock steht am alten Verbindungsweg von Glödnitz nach Deutsch-Griffen an einer vormals wichtigen Weggabelung. Heute führt am Bildstock der neu ins Leben gerufene Kräuterwanderweg vorbei. Erzählungen zufolge, soll es im frühen 20. Jh. Prozessionen von Glödnitz zum Deutzer Bildstock gegeben haben. Näheres ist dazu allerdings nicht überliefert.
Hanserkirche- St. Johann
Der Meisterschuss
Die Türken waren auf ihren Raubzügen durch Kärnten auch ins Gurktal gekommen. Der Kommandant jener Streifhorde hielt damals mit seinen Leuten um das Kirchlein St. Johann Mittagsrast, das südwestlich von Altenmarkt steht, und wo zwischen den Waldbäumen auch viele Wacholdersträucher wachsen, welche die Einheimischen Kranawet nennen. Nördlich davon, gegen Glödnitz zu, lagerten die Kärntner Kämpfer, die immer wieder versuchten, den Türken überfallsartig eine Schlappe beizubringen.Ihr Häuflein war ja zu klein, um sich mit dem mörderischen Gesindel in einen offenen Kampf einzulassen. Unter den Heimatverteidigern befanden sich auch die Bauern von Braunsberg, die als ausgezeichnete Pfeilschützen bekannt waren.Als der türkische Anführer gerade beim Essen war, wurde ihm plötzlich von einem Braunsberger, der auf Kundschaft ausgezogen war, der Bissen vom Munde weggeschossen.
Dieser Meisterschuss hat den Türken derart erschreckt, dass er die Mittagsrast sofort abbrechen ließ. Eiligst mussten sich seine Mannen auf die Pferde setzen. Ehe er den Befehl zum Aufbruch gab schrie er in den Wald hinein: "Solange die Kirche im Ort Kranawet steht, wird kein türkischer Krieger den Ort mehr betreten!"Nun galoppierten sie davon, aber wieder durch das Gurktal zurück, denn sie fürchteten die Scharfschützen im oberen Tal.
Aus Dankbarkeit, dass die Türken über das Johannser Kirchlein nicht hinausgekommen sind, geht in der Pfarre Altenmarkt alljährlich eine Prozession dorthin. Beim Einzug in die Kirche wird der ganze Zug mit einem Kranawetzweig besprengz, denn noch grünen dort zahlreiche Wacholderstauden, deren schwarze Beeren für Heilzwecke gesammelt werden.
Görtschacher Kreuz
Das Görtschacherkreuz ist ein außergewöhnlich stattlicher, breiter Kapellenstock mit einem schindelgedeckten Walmdach und einer hohen rundbogigen Flachnische, in der ein lebensgroßes Kruzifix hängt. Der Bau dürfte aus dem 18. Jh. stammen. Das Kreuz wird links und rechts von den beiden Schächern flankiert, gemalt von Rudolf Haidutschek.
Legende, Geschichte, Sage
Den Geschichten der Apollonia Kreutzer ist zu entnehmen, dass man in früheren Jahrzehnten an den Bitttagen zum Görtschacherkreuz hinaus ging, um dort Rosenkranz zu beten. Bis heute ziehen die Gläubigen am Bittmontag von der Glödnitzer Pfarrkirche betend zum Görtschacherkreuz.
In der Sagensammlung von Matthias Maierbrugger findet sich unter anderem auch eine Geschiche zum Görtschacherkreuz unter dem Titel "Der Schimmel beim Görtschacherkreuz".
"Die Görtschacher Bauersleute wollten einmal des Nachts nach Glödnitz gehen. Plötzlich sahen sie vor sich auf dem Weg etwas Weißes im Mondlicht schimmern. Als sie näher kamen, erkannten sie einen Schimmel. Er stand unterhalb des Weges und weidete. Dann und wann stieß er ein helles Wiehern aus, das beinahe wie ein Jauchzen klang. Den Hals hatte er über die ganze Straße hinweg ausgestreckt bis über das Kreuz hinaus auf der anderen Seite des Weges und fraß dort den saftigen Klee. Die Bauersleute haben damals vor Schreck kehrt gemacht."
Der Schimmel steht in dieser Sage für einen Totengeist.
Amthof
Die Familie der heiligen Hemma war um 1000 im Besitz des Glödnitzer Gebietes. Durch Hemma kam die Gegend an den Bischof von Gurk. Im 12. Jahrhundert gab es dann mehrere adelige Besitzwechsel in Glödnitz. Im 13. Jahrhundert kam das Glödnitzer Tal praktisch zur Gänze an das Gurker Domkapitel (das damals adelige Beratergremium des Bischofs von Gurk). Das Domkapitel war bis 1848 Grundherr über die Glödnitzer. Das Kapitel unterteilte um 1400 seinen reichen Grundbesitz in Ämter, das Glödnitzamt war nun fast 400 Jahre für das Glödnitztal zuständig. Der Amtmann im Amthof war für die Einsammlung der Abgaben und für die Einteilung zur Robotarbeit zuständig. Außerdem hatte er untere richterliche und polizeiliche Aufgaben.
Über diese Grundherrschaften entstanden um 1400 klar abgegrenzte Landgerichtsbezirke, die zunächst nur für die Blutgerichtsbarkeit galten; später waren sie auch für die Einsammlung der staatlichen Steuern und für andere Aufgaben zuständig. Glödnitz gehörte durch Jahrhunderte zum Bezirk des bischöflichen Landgerichts Albeck, das von der Engen Gurk bis zum Proseckstein östlich von Zweinitz reichte. Der Galgen dieses Landgerichts stand auf der Kuppe gegenüber von vlg. Marhofer in Brenitz.
7 Messingtafeln am Dorfplatz in Glödnitz
Die Tafeln von Glödnitz
Tafel 1: "Vom geweihten Bründl"
- Diese Tafel erzählt die Sage "Vom geweihten Bründl" nach der Erzählung der Glödnitzer Volkserzählerin Apollna Kreuter.
- Es heißt, das Wasser vom geweihten Bründl helfe bei jeder Krankheit. Bei Halsschmerzen soll man damit gurgeln, und es hilft sofort.
- Man kann auch kleine Kreuzlein ins Wasser stecken: Bleibt das Kreuzlein stehen, kommt man in den Himmel; sinkt es, in die Hölle.
Tafel 2: Der Wappenbaum
- Hier wird der Wappenbaum von Glödnitz, die Zwergbirke, künstlich dargestellt, wie sie im Flattnitzer-Mochmoor vorkommt.
Tafel 3: Der Name Glödnitz
- Diese Tafel widmet sich dem erstmaligen Namen von Glödnitz, der vom slawischen Wort "Glodati" abgeleitet ist.
- Dazu gibt es eine schematische Darstellung des Glödnitzbaches.
Tafel 4: Die Drei Gemeindeheiligen
- Diese Tafel stellt symbolisch und abstrakt die "Drei Gemeindeheiligen" dar, um der Fantasie der Betrachter freien Lauf zu lassen.
- Heilige Margaretha von Antiochien: Ihr ist die Pfarrkirche geweiht.
- Heilige Katharina von Alexandria: Sie gilt als Fürsprecherin der Feldfrüchte und einer guten Ernte und betont die Bedeutung der Landwirtschaft. Der "Kathrein-Viehmarkt" fand früher am Kathreintag (25. November) oder dem Montag danach statt.
- Heilige Barbara: Die Schutzheilige der Bergleute erinnert an den Erzabbau im Kuster (der Sage nach "Gold"). Daher ist auch die Farbe Gold in der Gemeindefahne verankert.
Tafel 5: Die Wege durch die Gemeinde
- Diese Tafel symbolisiert die historischen Wege durch die Gemeinde, von der Frühzeit über die Römer und das Mittelalter bis heute.
- Diese Wege bezeugen auch die frühzeitige Besiedelung der Gegend.
Tafel 6: Die Wurzel unserer Gemeinde
- Diese Tafel stellt die Wurzel der Gemeinde dar.
- Das Dreieck symbolisiert die drei Ortschaften Glödnitz, Altenmarkt und Flattnitz.
- Zudem ist die erstmalige urkundliche Erwähnung im Jahr 898 nach Christus eingearbeitet.
Tafel 7: Der Baumquerschnitt
- Ein Querschnitt durch einen Baum der Gegend mit seinen Jahresringen weist auf den Holzreichtum und die ökologische sowie wirtschaftliche Bedeutung des Waldes und Holzes über Jahrhunderte in Glödnitz hin.